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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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Weisbachsches Haus erlebt wahren Ansturm
Plauen – Ein Traum aus Weihnachtsdüften und Kerzenlicht verzauberte Besucher am Wochenende im Weisbachschen Haus.
Bereits seit sieben Jahren organisiert der Verein der Freunde Plauens dieses sehenswerte Adventswochenende mit in diesem Jahr über 60 Händlern.
Im Innenhof sammeln sich herzhafte aber auch süße Düfte von Gegrilltem, Suppe, weißem und rotem Glühwein sowie frisch zubereiteten Bratäpfeln. Im Gösselsaal lud Kaffee, Stollen und weihnachtliches Gebäck zum Verweilen ein, während den Schnitzern bei der Arbeit zugeschaut werden konnte. In allen Räumen, Gängen und Nischen herrschte reges Treiben und ein vielfältiges Angebot an handgemachten Schätzen.
Aquarelle und Radierungen von Plauener Motiven fand sich neben Kreativem aus Ton und Keramik, Seidenstoffe, Stickereien und Buntes aus Filz, neben duftenden Seifen und außergewöhnlichem Holzschmuck. Kleine Teddys zauberten nicht nur Kindern ein Strahlen ins Gesicht, Puppenstubenmöbel erinnern an früher, historische Postkarten haben diese Zeit bildlich festgehalten. Lichterbögen in allen Variationen, weihnachtlicher Schmuck für Fenster und Baum erstrahlten zwischen urigen Steinmauern. Bienenwachskerzen und Schmuckanhänger betörten mit süßem Duft, der wenige Meter weiter bei Imker Rolf Bauer auch zum geschmacklichen Erlebnis wird. Mit mehreren Sorten und kleinen Kostproben „verführt“ er besonders Kinder und Frauen und bereichert so den Frühstückstisch an den Adventssonntagen.
Kaum satt sehen konnte sich so mancher am Stand von Andreas Treßelt aus Lauscha. Der Glasbläser war zum zweitem Mal dabei und präsentierte Kugeln, Vasen, Figuren und allerlei aus dem feinen Material. Ein afro-peruanischer Stand mit außergewöhnlichem Angebot zog genauso viele Blicke auf sich wie die vielen kleinen historischen Dampfmaschinen neben an. Viel filigraner aber nicht minder interessant geht es am Stand von Wolfgang Ernst zu. Der Plauener stellt Zinnfiguren mit typischen Motiven her. Der Blumenaugust und die Neideitel gehören genauso zu seinem Repertoire wie verschiedene Aufführungen von Vater und Sohn. Seit 1984 arbeitet er intensiv an Heimatmotiven, zu denen auch vogtländische Trachtenfiguren gehören.
Zum Weihnachtsmarkt im Weisbachschen Haus war er schon öfters dabei und hat immer wieder neue Figuren im Gepäck. Viel geboten wurde bei freiem Eintritt. Wer trotzdem etwas in die Spendenbox warf, der konnte sicher sein, dass das Geld einem guten Zweck zugute kommt . Als erstes sollen am Ort des Geschehens zwei neue Fenster ihren Platz finden. Den Rest möchten die Freunde Plauens für den Komturhof verwenden, der schon lange auf ihrer Liste steht.
Von Stefanie Rössel
2009-12-07
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