Hub-Blog "Ansichtssache" jeden Samstag neu...
Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
Altmaier zu Umweltminister ernannt
OECD warnt vor Rezession in der Euro- Zone
Metall- und Elektro- Industrie: Mehr Geld für Leiharbeiter
Deutschland darf kriminelle EU- Bürger ausweisen
Jemen trauert am Nationalfeiertag
Schnelleinstieg:
Kinowelt
Schlagzeilen von Vogtland-Anzeiger.de
Meinungen und Vorschläge
Sie haben einen Leserbrief zu einem aktuellen Thema in unserer Zeitung? Dann schicken Sie diesen bitte direkt an unsere Redaktion. Auch wenn Sie einen Themenvorschlag aus dem Vogtland oder Kritik haben, können Sie uns informieren. redaktion@vogtland-anzeiger.de oder nutzen Sie unser Kontaktformular.
Täglich aktuelle Nachrichten
Täglich aktuelle Nachrichten bekommen Sie mit unserem RSS-Feed. Kopieren Sie einfach den Link in Ihren Feed-Reader oder legen Sie ihn als dynamisches Lesezeichen in Ihrem Browser an. >> RSS-FEED: Vogtland-Anzeiger.de
>> RSS-FEED: Vogtland-Sport.de
>> Unsere Nachrichten auf Ihrer Seite
>> Service: Was ist RSS?
Aktuelle Umfrage:
Vogtland-Anzeiger Newsletter
Plauener lebt in verwahrloster Wohnung - tote Tiere
Plauen – Am 23. September 2008 informierten Mieter eines Mehrfamilienhauses an der Karolastraße in Plauen den Hauseigentümer, weil aus einer Wohnung im ersten Obergeschoss unerträglicher Verwesungsgeruch drang.
Die hinzu gerufene Polizei öffnete die Tür und fand die Wohnung in einem vollkommen verwahrlosten und verdreckten Zustand vor. Besonders erschütternd: Unterm Wohnzimmertisch lag der fast vollständig skelettierte Leichnam eines Hundes. „Das Fell war noch drauf. Wir haben uns dann noch weiter umgeschaut und auch noch eine kleine tote Ratte gefunden“, erinnerte sich ein Polizeibeamter an die Situation vor Ort. Wegen strafbarer Tiertötung in zwei Fällen musste sich jetzt der erwerbslose Hilfskoch Ron (32, Name geändert) vorm Amtsgericht Plauen verantworten.
Für Staatsanwalt Gernot Güßregen war die Sache klar: Wohnungsinhaber Ron ließ den Schäferhundmischling und auch die Ratte auf jämmerliche Weise verhungern und verdursten. Dafür sprach auch der sonstige Zustand der Wohnung. Überall lag Hundekot herum. Eine CD-Box und andere Einrichtungsgegenstände waren umgeworfen worden: Alles Anzeichen, die dafür sprachen, dass hier ein verzweifeltes Tier sich selbst überlassen wurde. „Das sieht ganz so aus, als ob der Hund langsam verrückt gespielt hat, weil er so lange alleine war“, schätzte Richter Josef-Martin Oppermann ein. Da wirkte die Version des Angeklagten wenig glaubhaft, wonach der Vierbeiner am 15. Juli 2007 eines natürliches Todes gestorben sei. Er habe ihn noch einmal gestreichelt und danach die Wohnung verlassen, erklärte Ron. Die Ratte sei schon vorher verschwunden gewesen. Fortan lebte der Beschuldigte bei einer jungen Frau in der Fabrikstraße. Nach eigenem Bekunden kehrte er kein einziges Mal mehr in die Karolastraße zurück.
Der Staatsanwalt sah die Schuld des Angeklagten als erwiesen an. Er beantragte die Verhängung einer Geldstrafe in Höhe von 120 Tagessätzen zu je 16 Euro, also unterm Strich 1920 Euro. Diesem Antrag entsprach der Richter in seinem Urteil in vollem Umfang. Außerdem wurde Ron das Halten von und jeglicher sonstige Umgang mit Tieren für die nächsten drei Jahre untersagt. Wie das realisiert werden soll, bleibt allerdings unklar: Im Haushalt seiner Gefährtin, einer mehrfachen Mutter, leben auch ein Hund und eine Katze. S.G.
2009-11-14
Vogtland-Anzeiger jetzt kostenlos testen
Täglich das ganze Vogtland in einer Zeitung und zum günstigsten Zeitungspreis in der Region: Lesen Sie den Vogtland-Anzeiger mit unserem Probeabo zwei Wochen völlig kostenlos. >> mehr dazu...








