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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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"Todeskreuzung" in Plauen entschärft
Plauen – Nach dem schweren Unfall mit zwei Toten Ende Oktober auf der B92 bei Oberlosa trafen sich auf Initiative von Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer Vertreter der Stadt, des Landratsamtes, von Polizei und Straßenbauamt.
„Mir war wichtig, dass wir in diesem Bereich alles tun, um derart schwere Unfälle künftig zu verhindern“, so das Plauener Stadtoberhaupt.
Keine Ausfahrt aus Kulmgasse
Nach Analyse des Unfalls kamen die Teilnehmer zu dem einstimmigen Ergebnis, dass an der Kreuzung, an der der Unfall passierte, etwas getan werden muss. „Nach ausführlicher Diskussion ist festzustellen, dass eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 70 Stundenkilometer nicht geeignet ist, Querungsunfälle an dieser Kreuzung zu verhindern“, resümiert Wolfgang Helbig, Fachbereichsleiter für Sicherheit und Ordnung in der Plauener Stadtverwaltung.
Ergebnis der Beratung ist folgendes: Nach Prüfung aller Alternativen wird das Ausfahren aus der Kulmgasse in Oberlosa auf die B92 künftig untersagt. Deshalb wird die Kulmgasse an der Untermarxgrüner Straße und bei der Einmündung Neustadtgasse als Sackgasse ausgewiesen.
Die Zufahrt in die Kulmgasse von der Bundesstraße aus ist weiterhin aus beiden Richtungen möglich.
„Nach Unterlosa können die Autofahrer in Zukunft über die Kreuzung Gewerbegebiet/B92 fahren“, teilt Helbig mit. „Dieser Umweg der eigenen Sicherheit zuliebe ist zumutbar.“ Auf der B92 gibt es weiterhin die notwendige Linksabbiegespur in Richtung Unterlosa. Richtung Plauen kann über die Neue Plauensche Straße gefahren werden.
Aus Richtung Unterlosa darf nur noch nach rechts in Richtung Oelsnitz aufgefahren werden.
Autofahrer, die von Unterlosa nach Oberlosa wollen, müssen ebenfalls über die Kreuzung Gewerbegebiet/B92 fahren. Richtung Plauen geht“s über die Unterlosaer Straße. Von der B92 aus kann weiterhin in den Oberlosaer Weg in Richtung Unterlosa aus beiden Richtungen eingebogen werden. Zu den Hintergründen der Entscheidung heißt es seitens der Stadtverwaltung: Ein besonders schwerer Verkehrsunfall ereignete sich an der Kreuzung Kulmgasse/B92 Ende Oktober. Eine Frau wollte aus der Kulmgasse auf die Bundesstraße einbiegen, übersah den vorfahrtsberechtigten Gegenverkehr auf der B92 und stieß mit diesem zusammen. Sie und ihr Beifahrer starben.
„Bis 2006 war die genannte Kreuzung mehrfach Unfallschwerpunkt, darauf wurde durch Ausbaumaßnahmen im Frühjahr 2006 agiert“, erklärt Wolfgang Helbig. In Richtung Unter- und Oberlosa wurden separate Linksabbiegespuren gebaut.
Seltene, aber schwere Unfälle
Nach dieser Änderung kam es auf der Kreuzung 2007 zu einem Unfall, 2008 gab es keinen und 2009 zwei Unfälle (inklusive der schwere im Oktober). „Vor dem Ausbau der Kreuzung kollidierten zwar nur selten Fahrzeuge im Querverkehr, wenn aber, dann waren diese Unfälle schwer“, so Wolfgang Helbig. Drei solche schweren Unfälle mussten seit dem Jahr 2005 mit dem Unfall von 2009 registriert werdent. Nun soll diese gefährliche Kreuzung durch eine Änderung der Beschilderung entschärft werden.
2009-11-24
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