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Herausgeber Wilfried Hub Handikap

Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.

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Skulptur weicht in Plauen Wende-Denkmal

291009 NonnenturmPlauen – Die Plastik „Begegnung“ im Stadtzentrum bekommt einen neuen Standort. Derzeit steht die Skulptur auf der grünen Wiese zwischen Nonnenturm und Theater.

 

Hier wird in den nächsten Monaten ein Denkmal für die friedliche Revolution in Plauen errichtet, dafür muss nun die Stahlarbeit von Steinmetz und Bildhauer Johannes Schulze weichen. Ein neuer Standort ist bereits gefunden, wie die Stadtverwaltung auf Anfrage mitteilte.


 Vor dem Modehaus Wöhrl, voraussichtlich bei den Wasserspielen, soll die Plastik wieder aufgestellt werden. Es muss jetzt noch geklärt werden, ob sich eventuell Versorgungsleitungen unter dem Standort befinden. Im Gespräch war in den letzten Tagen auch ein Platz beim Hotel Dormero, davon sei aber keine Rede mehr, heißt es.
 Mit dem neuen Standort ist Johannes Schulze sehr zufrieden. Denn auf der Wiese beim Nonnenturm stand die Skulptur bis jetzt gegen seine Meinung, sagte der 70-Jährige dem Vogtland-Anzeiger: „Die Skulptur gehört zur Architektur und nicht in den Rasen.“


 Das plastische Bildwerk hat 1994 Wöhrl bei der Eröffnung seines Hauses in Plauen der Stadt gespendet. Seitdem hat die Plastik auch schon eine lebhafte Vergangenheit. Zum bereits dritten Mal wird die Skulptur nun umgesetzt. Zuletzt musste sie beim Bau der Stadt-Galerie umziehen, damals stand sie vorm Modehaus.
 Die Plastik stellt zwei Personen dar, die aneinander vorbei laufen und sich sozusagen begegnen. Aus diesem Grund passt der neue Platz, wieder vorm Wöhrl, auch besser zur Skulptur als der alte Standort, so Schulze.
 Sehr aufwendig war damals die Erstellung der Skulptur, erinnert sich der Bildhauer. Bei dem verwendeten Material handelt es sich um warmgewalzten Edelstahl. Eine Firma hat für den Künstler mit einer Schablone die Form im Wasserstrahlverfahren aus einer Stahlplatte herausgeschnitten.


Wochenlang hat der heute 70-Jährige dann von Hand, unter sehr großen Anstrengungen, die Struktur in die Plastik geschliffen und im Anschluss poliert. „Das hat furchtbar lang gedauert“, denkt Schulze zurück.
 Der Künstler gehört zu den namhaftesten im Vogtland. Allein in Plauen stehen zahlreiche Arbeiten von Johannes Schulze. Das bekannteste Werk ist sicher der befreite Mann am Albertplatz. Aber auch die kleine Skulptur des Hamsters am Sparkassen-Gebäude auf der Neundorfer Straße ist aus den Händen des Bildhauers.


 Alle Arbeiten von Schulze sind kürzlich auch im Hauptgebäude der Sparkasse Vogtland am Komturhof zu sehen gewesen. Eröffnet wurde die Schau am 10. September, an diesem Tag feierte Schulze seinen 70. Geburtstag.
Eine große Freude machte ihm seine Frau. Sie erstellte heimlich einen Katalog mit all seinen Werken. Diese Zusammenstellung ist in der Buchhandlung Thalia in der Stadt-Galerie erhältlich. mar

 

2009-10-30




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