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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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EControl: Glasscheiben der Zukunft aus Plauen
Plauen – „Erfolg hat viele Väter.“, weiß auch EControl-Geschäftsführer Hartmut Wittkopf und dankte deshalb zur offiziellen Einweihungsfeier gestern Mittag allen, die einen Verdienst daran haben. Das Unternehmen hat in diesem Monat die Produktion im Gewerbegebiet Plauen-Oberlosa aufgenommen.
Gerade noch zur Grundsteinlegung seien alle vor Ort gewesen, kaum wieder zu erkennen ist der Standort nun. Helle große Hallen, in denen schon bald eine Vakuumbeschichtungsanlage stehen soll. So könne auch ijn dieser Hinsicht die Qualität selbst in die Hand genommen werden und vor Ort produziert werden. Vordergründig sei in nächster Zeit die Kostensenkung. Gerade Forschung und Entwicklung verschlinge viel Geld, was erst nach Jahren zum Tragen käme.
In gerade mal in fünf Monaten errichtete die Goldbeckbau GmbH aus Treuen als Generalunternehmerin zwei Gebäude – das eine für die Produktion, das andere für Labors und Büros. Nur neun Monate dauerte es vom Kauf des Grundstücks, bis das erste Fenster fertiggestellt wurde.
Das neue Unternehmen stellt Glas her, das variable Eigenschaften besitzt. Die Licht- und Energiedurchlässigkeit kann je nach Sonneneinstrahlung angepasst werden wie eine außen liegende Jalousie. Trotzdem bleibt das Glas immer transparent. Eine leichte, kaum wahrnehmbare Tönung sorgt für angenehmes Licht und hält Räume auch bei größter Sonneneinstrahlung kühl. Die Verglasung kann durch die Einfärbung je nach Bedarf den im Tages- und Jahresverlauf wechselnden äußeren Bedingungen angepasst werden.
Bei Sonnenschein genügt ein Knopfdruck und es tritt ein Blautönung zutage. Überhitzung großflächig verglaster Gebäude, Fassaden und Wintergärten kann somit vermieden werden. Auf außen liegende mechanische Sonnenschutzsysteme kann dadurch verzichtet werden. Diese Technologie basiert auf fast 20-jähriger Entwicklung und wurde in ein eigenständiges Unternehmen mit privaten Investoren und erfahrenen Managern überführt. Nachhaltigkeit wird groß geschrieben. Es handelt sich um eine Energiesparmöglichkeit mit großem Zukunftspotential.
Landrat Tassilo Lenk lobte den Mut in Zeiten der Wirtschafts- und Finanzkrise, eine Firma weiter zu entwickeln und innovative Arbeitsplätze zu schaffen. Weiterhin bestätigte er dem Plauener Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer ein „gutes Wirtschaftsdenken“, da im Gewerbegebiet hervorragende Voraussetzungen geschaffen wurden. Die erst kürzlich erschlossene Fläche in Oberlosa sei das Einfallstor nach der bayrisch-sächsischen Landesgrenze und werde hoffentlich auch in Zukunft noch flächendeckend von Unternehmen besiedelt.
Zehn Mitarbeiter vom ursprünglichen Firmensitz Furth am Wald sind mit ins Vogtland gekommen. Erst nach und nach denken sie daran, ihre Wohnsitze nach Plauen zu verlegen. Die Phase von der Idee zur Umsetzung sei einfach zu kurz gewesen, um dahingehend grundlegende Entscheidungen zu treffen. Insgesamt etwa 50 Arbeitsplätze sollen bis nächstes Jahr geschaffen werden. Dies bedeute dann auch für den Arbeitsmarkt einen Lichtblick. S. Rössel
2009-10-17
Kommentar zu EControl: Glasscheiben der Zukunft aus Plauen?
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