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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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Gastronom aus Plauen will City-Strand an der Elster
Plauen – Plauens Weiße Elster fließt gemächlich durch die Vogtlandmetropole und besonders wenn das Wasser den Bereich der Altstadt passiert, fügt sich beides harmonisch zusammen. Die Menschen nehmen die Wege an der Elster gern in Beschlag, egal ob auf dem Fahrrad oder als Spaziergänger.
Und an schönen Tagen ruhen sich auch Menschen direkt am Ufer in der Wiese aus und genießen den schönen Blick auf Elster und Heimatstadt. Im Stadtentwicklungskonzept Seko 2022 haben die Macher viele Überlegungen für die Verbesserung des schon Vorhandenen unternommen. Stadtverwaltung und Stadtmarketing sowie die Konzeptersteller der Firma Projekt M Berlin haben auch das Potenzial der Weißen Elster erkannt. Und noch ein Bürger hat dazu einen Vorschlag: Wie wäre es mit einer Strandbar?
Der Mann heißt Wolfgang Schoberth, ist Plauener Gastronom, Geschäftsmann und Kulturmanager. Schoberth bekennt, dass sein Vorhaben nicht neu ist, für den Abschnitt nahe dem Plauener Skatepark gibt es ebenfalls Pläne für einen Strand. „Ich habe in anderen Städten wie in Bamberg oder Würzburg schon solche Strandabschnitte an Flüssen gesehen. Da stand für mich die Frage, ob das nicht auch in unserem Plauen machbar wäre?“, sagt Schoberth. Seinen Elsterstrand würde der Plauener an der Rückseite des Plauener Stadtbades etablieren, mit Sand und Bar und Sitzgelegenheiten und Freiflächen für Kulturaktionen – ganz so wie es auch im Seko angedacht wurde.
„Ich finde, es würde das Stadtbad mit Sauna und dazu mit eben diesem Strand an der Elster perfekt abrunden“, steht Badchefin Martina Scharschmidt auf der Befürworterseite. Ein wichtiger Vorteil ist jetzt schon vorhanden: Schoberth ist für die Gastronomie des Stadtbades verantwortlich, das Know How und die Logisitk für eine reibungslose Versorgung wäre also vorhanden. Auch Baubürgermeister Manfred Eberwein hat sich lobend zum Strandvorschlag ausgesprochen. „Wenn ich mir vorstelle, dass sich am Fluss die Menschen in so einem Uferbereich erholen und man damit die Lebensqualität erhöht, bin ich natürlich erfreut. Was jedoch zu bedenken ist, dass wir es eben mit einem Gewässer zu tun haben, welches auch Hochwasser führen könnte“, so Eberwein.
Die zuständigen Behörden wie Landestalsperrenverwaltung und Untere Wasserbehörde beim Landratsamt müssten das Projekt prüfen und die nötigen Auflagen stellen. „Die Behörden sind angehalten, nicht nachzusehen wie schön es sich anschaut, wenn die Sonne auf so einen Strand scheint, sondern wie man eine solche Idee realisieren kann oder auch nicht“, sagt Eberwein.
Für den Meister der Plauener Flussmeisterei, Jürgen Radel, ist das Projekt Elsterstrand an und für sich eine gute Sache, er sagt aber: „Die untere Wasserbehörde muss das genau prüfen.“
Wolfgang Schoberth ist sich derweil durchaus der vielschichtigen Problematik bewusst, angefangen von der Fließgeschwindigkeit der Weißen Elster bis hin zu Sicherheitsfragen wie den Hochwasserschutz oder die Aufmerksamkeit für kleine und große Strandbesucher. „Aber ich denke, wenn wir sorgsam das Seko umsetzen und uns konstruktiv nach vorn bewegen, geht was an der Elster. Denn warum soll der Fluss an uns einfach nur vorbeifließen“, findet Schoberth. Frank Blenz
2009-09-25
Kommentar zu Gastronom aus Plauen will City-Strand an der Elster?
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