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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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Neuer Spielplatz im Plauener Westend eingeweiht
Plauen – Das Plauener Westend erlebte am Sonntag einen turbulenten Nachmittag. Zu einem Familienfest der besonderen Art kamen Hunderte Kinder und Erwachsene auf dem Heineplatz zusammen: Der neue Spielplatz mit dem Glanzstück eines großen hölzernen Klettergerätes wurde in dem kleinen Park feierlich eingeweiht.
Mit dem Durchschneiden der rotweißen Bänder erfolgte die frohe Premiere: Schnell wagten sich etliche Kinder auf die neuen Kletterteile, Hangel-Leitern und die Rutschbahn. Herrlich lässt es sich auf dem neuen Riesenspielzeug toben, dieses Gefühl sah man den Gesichtern an. Auch die Großen strahlten. Das Projekt Spielareal auf dem Heineplatz hat seinen Ursprung vor fünf Jahren. Damals fanden sich fünf Vatis und Muttis im Westend zusammen, um dem tristen Dasein des Heineplatzes nach und nach ein Ende zu bereiten.
Sie gründeten die Initiative „Kindertraum Heineplatz“. „Wir haben gedacht, wir müssen die Sache in die Hände nehmen und über die Jahre haben wir mit zahlreichen Helfern und Gönnern viel Geld gesammelt“, erzählte Mitstreiter Rene Krohn den vielen Gästen bei der Einweihung. Krohn berichtete über Kochaktionen von Kindern der Initiative-Eltern in Restaurants, von Kuchenbasaren und großzügigen Spenden.
Über 13 000 Euro kamen schließlich zusammen. Der Initiative gelang es mit der Stadtverwaltung ein professionelles Konzept für einen richtigen Spielplatz zu erstellen. Insgesamt belaufen sich die Gesamtkosten auf 36 000 Euro einschließlich Sand, Wege und Begrenzungen.
„Es gibt nix Gutes, außer man tut es“, zitierte Krohn einen passenden Spruch von Schriftsteller Erich Kästner für das unermüdliche Engagement der Mitstreiter. Auch Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer ließ es sich nicht nehmen, die Väter und Mütter mit ihren Unterstützern zu beglückwünschen.
„Beharrlichkeit führt zum Ziel, danke Ihnen, dass Sie so viel Ausdauer gezeigt haben“, lobte Oberdorfer. Und nach einem flotten Liedprogramm des Chores der Grundschule Neundorf und einer Trommeleinlage von Percussionist Mo Mansur wurde der Kindertraum endlich zur Erstürmung freigegeben. fb
2009-10-06
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