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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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15-Jähriger aus Plauen erneut Schützenkönig
Plauen – Erst 15 Jahre und schon zwei Mal Schützenkönig. Erst vor wenigen Tagen wurden zum 18. Mal die neuen Hoheiten beim Schützenball des Vereins geehrt. Viele Besucher und Vertreter befreundeter Schützenvereine kamen und verfolgten die Zeremonie in der Plauener Schützenklause
Dass auch der Nachwuchs stark sein kann, bewies Henry Morgner. Der Schüler der Hufelandschule durfte sich die Schützenkette bereits zum zweiten Mal umhängen, bleibt aber trotz stolz geschwellter Brust nach wie vor sehr bescheiden. Zum den nicht ganz so gewöhnlichen Hobby kam er eher durch einen Zufall. Als Achtjähriger nahm ihn der Vater zu den Proben seiner Kapelle mit. Diese fanden schon damals in den Räumlichkeiten des Schützenvereins statt. Besonderer Reiz übte das Schlagzeug auf ihn aus. Mit viel Ehrgeiz eignete er sich das Spielen an. Erst Trommeln, dann Bongos bis hin zum großen Schlagzeug spielte er sich nach oben. Aus Neugier probierte er sich vor etwa vier Jahren im Schießen aus und zeigte auch da Talent. Da der Verein immer auf Nachwuchssuche ist, blieb Henry dabei.
Dass er schnell in einer anderen Liga spielen würde, war damals noch nicht abzusehen. Gern nahm er Tipps und Hinweise der erfahrenen Schützen entgegen und trainierte damals dank einer polizeilichen Sondergenehmigung regelmäßig. Das sei ein Punkt, der beim Schießsport oft Schwierigkeiten bereite. Erst ab zwölf darf offiziell teilgenommen werden, dies sei aber das Alter, in dem sich die meisten schon für eine andere Sportart entschieden haben. Im Moment steht aber die Schule im Vordergrund. Hausaufgaben und Lernen nehmen eine Menge Zeit in Anspruch, so dass nur noch ein Mal wöchentlich Zeit zum Üben bleibt, außerdem ist er auch weiterhin der Musik treu geblieben und probt einmal die Woche.
Beides erfordere gute Konzentration. Der Schießsport geht besonders auf Arme und Hände, weiß Henry. Doch seinen Hobbies möchte er auf jeden Fall treu bleiben.
Im nächsten Frühjahr geht es wieder zu Landesmeisterschaft, natürlich werde bei jedem Wettkampf der Sieg angestrebt. Den ersten Platz bei der Bezirksmeisterschaft hat er bereits errungen. Neben seinen sportlichen Zielen hat er aber auch noch einen anderen Wunsch. Er möchte eine Ausbildung zum Instandhaltungsmechaniker absolvieren.
Nicht zuletzt dafür legt er sich auch gerade in der Schule besonders ins Zeug. Was den Wehrdienst betrifft, könnte sich der Plauener vorstellen, sich länger zu verpflichten. In allem was er vor hat findet er die volle Unterstützung seiner Eltern, denen der Stolz auf die Erfolge des Juniors anzusehen ist. S. Rössel
2009-11-06
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