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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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Museumsdirektor in Plauen heiß begehrter Job
Plauen - Viel Ärger und teilweise auch recht persönlich gefärbte Angriffe gab es in den letzten Monaten im Zusammenhang mit der Neu- oder auch Wiederbesetzung der Stelle eines Direktors des Vogtlandmuseums. In einer der jüngsten Sitzungen des Kulturausschusses kritisierte beispielsweise Dietrich Kelterer, dass der Stadtratsbeschluss, eine entsprechende Anzeige auch in der überregionalen und renommierten "Zeit" zu schalten, nicht umgesetzt worden sei. An die Adresse des Kulturbürgermeisters Uwe Täschner gerichtet: "Das ist für mich Dienstverweigerung."
Friedrich Reichel, Kulturamtsleiter, hatte auf die hohen Kosten einer Anzeige in dieser Zeitung verwiesen, letztendlich aber den Auftrag erhalten, eine Schaltung umgehend zu veranlassen. Am 30. Juni endete die Bewerbungsfrist. Nach einem Zwischenfazit befragte Vogtland-Anzeiger gestern Friedrich Reichel. Doch der gibt sich bedeckt und verweist hinsichtlich der Auswertung der Ausschreibung auf ein laufendes Verfahren.
Am morgigen Donnerstag trete erstmals die Findungskommission zusammen, die sich einen ersten Eindruck verschaffen werde. Ob alle Bewerber nach Plauen eingeladen seien? Reichel verneint und verweist indirekt auf die beträchtliche Anzahl der Bewerber aus dem gesamten deutschsprachigen Raum, wie er anfügt. Wie viele genau? "Laufendes Verfahren" wiederholt Reichel. Man könne von Dutzenden ausgehen, sagt er dann doch, was ja wiederum darauf hinweise, dass das Vogtlandmuseum nicht gerade als unbedeutend wahrgenommen werde.
Inwieweit sich auch Bewerber gemeldet haben, die über die freie Stelle Aus der "Zeit"-Anzeige erfahren haben, vermag er nicht zu sagen. Eine Zuschrift zumindest weise darauf hin. Aber durchaus nicht alle hätten mitgeteilt, woher ihre Kenntnis stamme.
Im Übrigen, so Reichel, lasse sich da auch vieles zwischen den Zeilen lesen, was im Vorfeld nicht erwünscht sei. Wann die Öffentlichkeit über etwaige Bewerber in der engeren Wahl informiert werde, auch darüber entscheide die Findungskommission. Auf alle Fälle werde der Zeitplan bezüglich der Neubesetzung der Stelle eingehalten. Über viele Monate war das Amt des Museumsdirektors unbesetzt, was in Stadtratssitzungen immer wieder für Diskussionen und Gerüchte sorgte. tp
2011-07-13
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