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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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Vorgestellt: Kinder- und Jugendtreff „Markuskeller"
Plauen – In den 1998 in mühevoller und ehrenamtlicher Arbeit ausgebauten ehemaligen Kohlenkellerräumen der Markuskirche befindet sich – wie der Name schon sagt – der Kinder- und Jugendtreff „Markuskeller“. Die bunt gestalteten Räume sind von Montag bis Freitag offen für alle zwischen sechs und 20 Jahren, die einfach mal eine Weile vom Alltag abschalten wollen.
Dies kann zum Beispiel beim Basteln, Kochen oder Sport geschehen. Zudem gibt es die Möglichkeit für eine Runde Tischtennis, Billard oder Dart. Wer aber auch mal Zeit für sich alleine braucht, kann sich einfach in die Ruheecke, die demnächst renoviert wird, zurückziehen. Manchmal stehen auch Wanderungen oder Geländespiele auf dem Programm. „Um den Kindern auf spielerische Art und Weise die heimische Natur näher zu bringen“, erklärt Leiterin Antje Heinrich.
Der Aufenthalt und die Angebote im Treff selbst sind kostenfrei. Für Ausflüge, wie zum Beispiel Kanutouren, oder Kinobesuche wird nur ein kleiner Unkostenbeitrag fällig. Gern genutzt wird auch hier das Imbissangebot mit Sandwiches, Eis und verschiedenen Getränken, die zum Einkaufspreis angeboten werden.
Momentan kommen rund 15 Kinder im Alter von sechs bis 13 Jahren und fünf bis zehn Jugendliche ab 14 Jahren in den „Markuskeller“ regelmäßig. Für die Kinder ist montags bis mittwochs von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Von 17 bis 19 Uhr haben dann die Jugendlichen ab 14 Jahren Vorrang. Donnerstags hat nur der „Kinderkeller“ offen, dafür aber auch bis 18 Uhr. Am Freitag heißt der „Keller“ in der Zeit von 15 bis 19.30 Uhr nur die Jugendlichen willkommen.
Während der Öffnungszeiten kümmert sich Antje Heinrich mit viel Freude um ihre Besucher. Sie ist dann nicht nur Spielkameradin, sondern hat auch immer ein offenes Ohr für die Sorgen und Probleme der Kinder und Jugendlichen. Genau das schätzen auch Felix Weiß und Nico Teichmann. Die beiden 12-jährigen kommen seit circa fünf Jahren fast täglich her und sie sind sich darin einig, dass es hier einfach Spaß macht.
Anfangs noch ein rein ehrenamtliches Projekt, wurde der „Markuskeller“ nur zwei bis drei Mal in der Woche betrieben. Im Jahr 2000 wurde dann die erste hauptamtliche Kraft eingestellt und seitdem hat der Kinder- und Jugendtreff auch täglich geöffnet. Antje Heinrich selbst ist seit Oktober 2001 im „Markuskeller“ beschäftigt. Ihr ist besonders wichtig, dass die Kinder und Jugendlichen ihre Freizeit sinnvoll verbringen und einen vernünftigen Umgang miteinander lernen. Am 9. Oktober wird in Haselbrunn das Stadtteilfest veranstaltet, an dem sich auch die Freizeiteinrichtung beteiligen wird.
Für die Herbstferien ist dann eine Übernachtung im „Markuskeller“ geplant und am 15. November findet das Gemeindekinderfest statt. Doch wer jetzt den Wunsch hat einfach mal vorbei zu schauen, muss sich noch etwas gedulden. Denn bis zum 5. Oktober ist erst einmal wegen Urlaub geschlossen. Doch ab dann sind neue und alte Besucher wieder gern gesehen. Othmara Glas
2009-09-11
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