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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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Hakenkreuze am Plauener Wende-Denkmal
Hakenkreuz-Schmierereien am Plauener Wende-Denkmal: Unbekannte Täter haben zwei Nazi-Zeichen an das Monument im Stadtzentrum gesprüht.
Von Martin Reißmann
Plauen - Unbekannte Täter sprühten vermutlich in der Nacht zu Montag zwei Hakenkreuze mit einer Spraydose an das Wende-Denkmal im Plauener Stadtzentrum. Nun ermittelt der Staatsschutz und die Kriminalpolizei.
Bei den Serviceclubs der Stadt, die das Monument errichteten, war die Welle der Entrüstung nach dem Bekanntwerden der Tat groß. "Ich war bitter enttäuscht, als ich das gesehen habe", sagte Denkmal-Initiator Wolfgang Sachs dem Vogtland-Anzeiger. Sofort seien wieder Erinnerungen woe an die vor zwei Jahren gestohlene Spendenbox hochgekommen, meinte Sachs.
Ob es sich um einen Dummer-Jungen-Streich handelt, wie Sachs vermutet, oder es einen politisch motivierten Hintergrund gibt, ist noch völlig offen. Dass eventuell braunes Gedankengut dahinter stecken könnte, kann sich Sachs nicht vorstellen, sagte er. "Ich denke, es sind ganz junge Leute, die eine Mutprobe gemacht haben."
Wende-Denkmal-Künstler Peter Luban erstattete Anzeige bei der Polizei, die nun ermittelt und unter anderem Farbspuren gesichert hat. Luban zeigte sich von den Schmierereien überrascht: "Es ist Blödsinn. Ob es Absicht war, weiß ich nicht." Um das Denkmal vor derartigen Aktionen zu schützen, sprach der Rößnitzer Künstler auch das Thema Videoüberwachung an, dass ins Auge gefasst werden sollte. Für das Denkmal ist die Stadt Plauen verantwortlich. Das Ordnungsamt alarmierte am Montagabend noch die Plauener Berufsfeuerwehr, die versuchte, die Hakenkreuze umgehend zu entfernen. Sachs und Luban waren eher und befreiten mit Putztüchern und Lösungsmitteln das Denkmal von den Symbolen.
Die schwarze Lackfarbe könnte die aufgetragene Schutzschicht der Bronzeplatten des Denkmals beschädigt haben, meint Sachs, der sich selbst gestern nach der Arbeit die beiden Hakenkreuze anschaute. Die Schicht müsse eventuell neu aufgetragen werden. "Die Farbe ist auf jeden Fall nicht ins Metall eingedrungen." Die Höhe des angerichteten Schadens kann noch nicht beziffert werden.
2011-08-31
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