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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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Familienministerin besucht Mehrgenerationenhaus
Plauen – Die Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) weilte gestern Mittag in Plauen und stattete dem Mehrgenerationenhaus am Albertplatz einen Besuch ab. Das Haus ist in Plauen bereits zu einer festen Größe geworden.
Die kreativen und abwechslungsreichen Angebote ziehen Menschen aller Generationen an. Wie offen und selbstverständlich sich hier die verschiedenen Altersgruppen begegnen, hat sich die Ministerin persönlich angeschaut. Kurz nach 12 Uhr stieg die Ministerin begleitet von zwei Bodyguards aus ihrem Auto.
Haus in Plauen beispielhaft
Die Verantwortlichen des Plauener Mehrgenerationenhaus haben die Politikerin freundlich begrüßt und extra ein großes Sommerfest für alle Generationen im Außenbereich veranstaltet. Ursula von der Leyen war von der Gastfreundschaft sichtlich angetan. Über den Besuch gefreut hat sich auch der vogtländische Bundestagsabgeordnete Robert Hochbaum (CDU). Er ist an der Umsetzung des Projektes in Plauen maßgeblich beteiligt gewesen.
Das Mehrgenerationenhaus ist im letzten Jahr eröffnet worden und entstand aus einer Kooperation zwischen dem „Spiel-Spaß-Kindertreff“ des Familienzentrums Plauen und dem Seniorenbüro des Diakonischen Werkes Stadtmission Plauen. Der Direktor der Diakonie Plauen, Dr. Hartmut Denkewitz, war ebenfalls anwesend und freute sich über den hohen Besuch. Bei seiner Begrüßungsrede lobte er das unermüdliche Engagement aller Beteiligten.
Ursula von der Leyen fand besonders bemerkenswert, die Kooperation zwischen Kindertreff und Diakonie. „Der Austausch zwischen den Generationen wird im Mehrgenerationenhaus Plauen vorbildlich umgesetzt. Hier können Menschen aller Lebensalter miteinander etwas Gemeinsames schaffen. Auch wer unbürokratische Unterstützung im Alltag braucht, wird im Mehrgenerationenhaus fündig“, sagte die Bundesministerin.
Angebote für Groß und Klein
Das Haus bieten allen Generationen eine breite Angebotspalette. Das Tanzprojekt „Gut behütet“ oder der Rechenwettbewerb „Willis Mitmach-Mathe“ sind Angebote, die altersübergreifend Anklang finden und stets gut besucht sind, heißt es. Ursula von der Leyen fand den Mathewettbewerb ganz besonders interessant und sagte, dass dieser auch etwas für ihre Kinder sei. „Darüber würden sie sich sicher freuen.“ Täglich bietet das Mehrgenerationenhaus zum Beispiel auch eine offene Kinderbetreuung an, hier können die Kinder spielen, basteln, lesen oder einfach nur andere Kinder treffen, während die Eltern in dieser Zeit Termine wahrnehmen. Der offene Treff des Hauses steht jedem frei und lädt zum gegenseitigen Austausch und Verweilen ein. Ebenfalls im Haus untergebracht ist das Seniorenradio, welches regelmäßig auf Sendung geht.
„Unser Mehrgenerationenhaus möchte sein Angebot mit immer neuen Ideen weiterentwickeln. Dies gelingt nur mit der Unterstützung unserer Mitarbeiter, der kommunalen Träger, Politiker und privaten Firmen der Region. Mein ganz besonderer Dank gilt aber den freiwilligen Engagierten, die täglich unser Haus durch ihr Engagement unterstützen. Ohne sie wäre vieles unmöglich“, so Dr. Hartmut Denkewitz.
Geschenke für von der Leyen
Die Bundesfamilienministerin wurde nach einer kurzen Rede vor etwa 150 Menschen von allen Seiten reich beschenkt. Neben einer großen Wandzeitung, einer Sonnenblume, einer Infozeitung über das Mehrgenerationenhaus und einem Stück des längsten Schals von Sachsen, überreichte Robert Hochbaum ein gesticktes Bild aus Plauener Spitze vom Berliner Reichstag, auch Bundeskanzlerin Angela Merkel hat eine solche Aufmerksamkeit bereits bekommen. Zudem übergab Hochbaum ein Buch mit den Sehenswürdigkeiten und der Geschichte des Vogtlandes, in der Hoffnung die Familienministerin kommt bald einmal wieder. Das Haus in Plauen ist eines von 500 Mehrgenerationenhäusern in ganz Deutschland. Die Einrichtungen sollen flächendeckend Orte der Begegnungen für Menschen jeden Alters sein. Ziel ist es, dass alle wie in einer Großfamilie voneinander lernen und füreinander da sind. Mit ihren Angeboten der Kinderbetreuung, Beratung sowie haushaltsnahen Dienstleistungen unterstützen die Häuser Familien und entlasten Menschen im Alltag.
Über einen Zeitraum von fünf Jahren erhält jedes Haus jährlich 40 000 Euro an Förderung. Das Mehrgenerationenhaus Plauen ist eines von 37 in ganz Sachsen und wird aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) der Europäischen Union kofinanziert. Insgesamt profitieren derzeit 200 der 500 Einrichtungen im Aktionsprogramm von den finanziellen Unterstützungen. mar
2009-08-25
Kommentar zu Familienministerin besucht Mehrgenerationenhaus?
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