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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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Erste Interessenten für Manroland
Augsburg/Plauen - Kurz nach der Pleite des Augsburger Druckmaschinenherstellers Manroland haben sich die ersten Übernahmeinteressenten gemeldet. "Die Ernsthaftigkeit der Interessenten muss erst noch geprüft werden. Wir werden in dieser und nächste Woche noch erste Gespräche führen", sagte der vorläufige Insolvenzverwalter Werner Schneider der "Financial Times Deutschland" (Dienstag).
Zu konkreten Namen könne er keine Angaben machen. Schneider deutete an, dass der Konzern mit 6500 Beschäftigten in die Bereiche Zeitungsdruck und Bogenoffset aufgespalten werden könnte. "Eine getrennte Lösung wäre einfacher", sagte er. "Anpassungen in kleineren Einheiten sind leichter." Schneider sagte, möglichst schnell müsse das Unternehmen einen Massekredit bekommen, um die Lieferanten halten zu können - voraussichtlich sei ein mittlerer zweistelliger Millionenbetrag nötig.
Heute seien hierzu erste Gespräche mit den Banken geplant. "Es wäre ungewöhnlich, wenn ich den Massekredit nicht bekommen sollte", sagte Schneider. Bis zur Eröffnung des Insolvenzverfahrens am 1. Februar will Schneider eine Investorenlösung präsentieren: "Ich wünsche mir, dass es bis dahin eine Lösung gibt, mit einem neuen Eigentümer." va
2011-11-29
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