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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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Bikini-Wäsche für verlorene Wette
Drei Monate standen zwei Plauener Gastronomen im Kilo-Duell. Wer verliert in dieser Zeit mehr Pfunde, wetteten beide. Der Wetteinsatz war eine Autowäsche im Bikini. Montagabend wurde er eingelöst.
Plauen – Abgespeckt für die Bikini-Figur: Wer nimmt in drei Monaten mehr ab, haben sich die beiden Plauener Maximilian Rother und Raphael Haußner gedacht und daraus kurzerhand eine Wette gemacht. Am Montagabend stand die Einlösung an. Der Verlierer musste das Auto des Gewinners an einem öffentlichen Ort putzen und zwar im Bikini.
Etwa 80 Freunde, Bekannte und Schaulustige, die von der Aktion über das Internet erfahren hatten, wollten sich das Schauspiel in einer Waschstraße einer Tankstelle an der Trockentalstraße in Plauen nicht entgehen lassen. Und was sie geboten bekamen, war mehr als amüsant. „Es war der größte Bikini, den ich gefunden hatte“, sagte Gewinner Maximilian Rother. „Er hat ganz gut reingepasst.“ Etwas Mitleid hatte der 23-Jährige mit seinem Kumpel schon, der leichtbekleidet und bei unterkühlten Temperaturen sich mit dem Putz-Schwamm bewaffnet an seinem Auto versuchte. „Die Schadenfreude hat das Mitleid überdeckt“, lacht Rother.
Eine Viertelstunde gab Verlierer Haußner alles, um den Wagen wieder blank zu polieren. Erschwert wurde die amüsante Gaudi-Aktion auf der Motorhaube, die voll mit klebrigem Mehl war. Angefeuert wurde der 25-jährige Koch-Azubi nicht nur vom Publikum, sondern auch von typischen Musiktitel wie Joe Cocker mit „You Can Leave Your Hat On“. „Am Anfang kam ich mir etwas komisch vor, aber später ging es. Ich habe es nicht bereut. Den Bikini rahme ich ein, der wird in Ehren gehalten.“
An den Start ging Verlierer Haußner mit einem Kampfgewicht von rund 103 Kilogramm. Sein Kontrahent wog vor dem Abnehm-Coup 114 Kilo. Die Aktion war fast ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Rother bekam mit etwas mehr als zehn Kilo weniger, das Maßband nach drei Monaten enger um die Hüfte als sein Herausforderer, der mit einem Ergebnis von knapp neun Kilo unterlag. Die Idee zum Wettstreit hatten die beiden Gastronomen bei einer Tasse Kaffee. „Wir dachten uns, wir müssten mal abnehmen“, so Rother. Eine Glatze rasieren war als Einsatz auch im Gespräch. „Wir fanden das Putzen besser.“ Beide wollen nun ihre umgestellte Ernährung beibehalten und weiter abnehmen. mar/sh
2011-07-07
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