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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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Advent: Volle Innenstadt in Plauen trotz Konkurrenz
Plauen – Mit dem ersten der beiden verkaufsoffenen Advents-Sonntage ist der Handel in Plauen am Wochenende in die umsatzstärkste Zeit des Jahres gestartet. Die Innenstadt war an beiden Tagen spürbar belebter als sonst. Vor allem der Weihnachtsmarkt mit seinen gut 60 Händlern gehörte zu den Besuchermagneten.
Hier floss der Glühwein in Strömen. Doch die Stimmung bei den Händlern nach dem ersten Advents-Wochenende fällt gemischt aus, zeigt eine Vogtland-Anzeiger-Umfrage. Sehr gut gelaufen seien beide Tage in den Kolonnaden, so Pressesprecher Helmut Kranzmaier: „Der Samstag und Sonntag waren sehr gut besucht.“ Viele Geschäfte hätten zudem besondere Aktionen und Schnäppchen angeboten.
Noch ein bisschen mehr als im letzten Jahr war gegenüber den Kolonnaden los. Im Drogeriemarkt Müller herrschte über das gesamte Wochenende reger Andrang, sagt zufrieden Filialleiterin Gabriele Gaube. „Es lief sehr gut“, so die Chefin. Wenn es nach ihr ginge, hätte sie die Türen am Sonntag gerne auch noch bis 20 Uhr geöffnet, so viele Kunden befanden sich zum Ladenschluss noch im Haus. Das Streichen der beiden verkaufsoffenen Sonntage im Advent ist bitter, so Gaube. „Das Geschäftsjahr wird vorher geplant, da fehlt jetzt natürlich viel Umsatz.“
Etwas mehr hatte sich Anja Rost versprochen. Die neue Leiterin des Modehaus Wöhrl ist froh, dass der erste Sonntag rum ist, sagt sie: „Es war nicht so erfolgreich, wie erwartet.“ Der erste Advent sei beim Umsatz immer der schwächste, meint die Chefin. Besonders gut sei bei den Kunden an beiden Tagen die Damen- und Herrenbekleidung gegangen. „Auf die Nase“ fällt die Sportabteilung. Hier fehle einfach noch der Winter und die passenden Temperaturen dazu, meint die Wöhrl-Leiterin und hofft vor allem auf das letzte Adventswochenende kurz vor Weihnachten.
Gleicher Meinung ist Stadt-Galerie-Centermanager Christian Danne. Er stellt fest, dass sich die Weihnachtseinkäufe in den letzten Jahren immer mehr nach hinten verschieben. Auch Danne hatte sich vom ersten Adventswochenende in Plauen mehr erwartet, sagte er auf Anfrage. Die Stadt-Galerie war zwar gut gefüllt, aber im letzten Jahr sei es etwas besser gewesen. „Man merkt, dass Hof auch offen hatte“, so Danne. Trotzdem seien allein am Samstag fast 35 000 Menschen im größten Shopping-Center des Vogtlandes gezählt worden. Laut der durchgeführten Kennzeichenanalyse kamen rund 15 Prozent der Kunden am Samstag aus der Region um Hof und etwa 18 Prozent aus Ostthüringen, sagt der Centermanager.
Viele der Händler in Plauen hoffen beim Weihnachtsgeschäft vor allem auf das letzte Adventswochenende, dies sei erwartungsgemäß das umsatzstärkste im ganzen Jahr. Hier werden also sicher die Kassen ordentlich klingeln. mar
2009-12-02
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