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Herausgeber Wilfried Hub Handikap

Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.

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Stadtrat Bad Elster spricht von Sabotage

Bad Elster – Die Freizeitbusse, dürfen dieses und kommendes Wochenende mit einer Ausnahmegenehmigung nach Bad Elster hinein fahren. Das teilte Bürgermeister Christoph Flämig zur jüngsten Stadtratssitzung mit.


Vorangegangen war eine äußerst emotionale Diskussion über die aktuelle Verkehrssituation im Kurort. Auf Grund verschiedener Baumaßnahmen ist die Hauptzufahrt aus Adorf komplett dicht (wir berichteten). Die Umleitung führt über und durch Sohl. Gleich fünf Sperrschilder mit dem Hinweis „Frei bis Ortsausgang“, welche auch noch halb auf der Straße stehen, sorgen bei Fremden aber auch Einheimischen für Verwirrung.


Dr. Detlef Schlott (FDP) fand zu Beginn der Debatte klare Worte. Er sprach von Sabotage und fand die Beschilderung hirnrissig. Außerdem würde ein Hinweisschild am Theater völlig ausreichen. Er berichtete auch von einem Fallbeispiel.


Ein Elsteraner Bürger musste unwissend und ohne vorherigen Hinweis, am Bahnhof in Mühlhausen den Linienbus verlassen und bei stömenden Regen die knapp drei Kilometer zu Fuß gehen. „Dies sei kundenunfreundlich und nicht verständlich“, so Dr. Schlott. Manfred Hendel sprach von Racheakt und sagte: „Gäste die jetzt in der Hochsaison zum ersten Mal hier sind, sind völlig verunsichert und werden sich überlegen noch ein zweites Mal hierher zu kommen.“


Die Stadträte haben kein Verständnis für diese Regelungen und fordern eine sofortige Änderung der Beschilderung. Bürgermeister Christoph Flämig will sich diesbezüglich so schnell wie möglich mit der Verkehrsbehörde in Verbindung setzen. Zum Schulbeginn sollen die Arbeiten beendet und die Vollsperrung aufgehoben sein.


Zudem teilte Bürgermeister Christoph Flämig seinen Stadträten mit, dass das Brandschutzkonzept für die Kindertagesstätte „Am Kuhberg“ noch einmal geändert werden. Eine ursprünglich geplante Evakuierungsrutsche als zweiter Fluchtweg ist laut sächsischer Bauordnung nicht zulässig. „Als Gag oder Spielgerät könnten wir dies tun, aber als Rettungsweg müssen wir uns für die teurerer Variante einer Außentreppe bemühen“, so Flämig.  S. W.

 

2009-07-24




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