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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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Skiwelt Schöneck vom Sturmtief "Daisy" enttäuscht
„So viel Schnee ist da nicht gekommen“
Schöneck/Dresden – Während das flache Land unter den Schneemassen ächzt, sind die Wintersportregionen in Sachsen von Tief „Daisy“ mancherorts enttäuscht. „So viel Schnee ist da nicht gekommen“, sagte am Dienstag Lutz Seidel von der Skiwelt Schöneck. In den Loipen lägen teilweise nicht mehr als 20 Zentimeter. Die Unwetterwarnungen hätten vor allem am Samstag das Geschäft verdorben. „Die Leute hatten Angst und blieben zu Hause.“
„Es ist traumhaftes Winterwetter“, freute sich Lutz Seidel. Auf den Abhängen haben die Schneekanonen fleißig nachgeholfen. Vom Hang in Holzhau im Erzgebirge wurde reger Betrieb vermeldet. Im Februar seien Erzgebirge, Vogtland und Oberlausitz fast voll belegt, sagte die Sprecherin der Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen (TMGS), Ines Nebelung. „So schön wie der Winter ist, so schön wird gebucht.“ In Klingenthal etwa sei im Umkreis von 50 Kilometern kein einziges Bett mehr frei. In anderen Orten wie in Waltersdorf in der Oberlausitz heiße es, sich „jetzt schnell entschließen.“
Nach den heftigen Schneefällen vom Wochenende entspannte sich die Situation in Sachsen. Der Verkehr rollte weitestgehend ungehindert. Die Wälder der Freistaates dürfen mit Ausnahme einiger Gebiete in Nordsachsen wieder betreten werden. „Im Wald herrscht zumeist ganz normaler Winter“, sagte Sachsenforst-Sprecher Thomas Rother. Die Flüsse und Bäche im Freistaat haben Eisränder angesetzt. Die Talsperren und Stauseen sind laut Landestalsperrenverwaltung überall zugefroren.
Die Behörde warnt, das Eis zu betreten. „Das ist lebensgefährlich.“ Hochwasser sei derzeit kein Thema. So sei die Schneedecke auf dem Eis der mit 910 Metern höchstgelegenen Trinkwasser-Talsperre Deutschlands Carlsfeld 2006 drei Meter dick gewesen. Jetzt seien es gerade mal 25 Zentimeter, sagte Sprecherin Britta Andreas. Zudem werde in den Talsperren genügend Platz gelassen. Laut Wetterdienst wird sich Sachsen mit mehr als 15 Grad unter Null bis zum Wochenende in einen Eisschrank verwandeln. va
2010-01-13
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