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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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Sechs Tonnen schwere Tandem-Lok am Haken
Schneckenstein – Gut sechs Tonnen Gewicht schwebten gestern am Kranhaken vor dem Besucherbergwerk „Grube Tannenberg“ in Schneckenstein. Eine Tandem-Grubenlok wurde auf Lastwagen verladen und abtransportiert. Sie wird künftig die private Bergbau-Ausstellung in Breitenbrunn/Erzgebirge bereichern.
„Wir haben die Lok, die Eigentum des ,Fördervereins Bergbaurevier Schneckenstein“ ist, abgegeben und erhalten dafür andere Ausstellungsstücke, die wir bislang noch nicht haben“, erklärt Steffen Gerisch, Leiter des Besucherbergwerks. Dazu gehören beispielsweise Gerätschaften zur Wettermessung und Gasmessgeräte und auch einige Grubenlampen.
Die Lok war das älteste Modell, welches die Schneckensteiner besaßen.
Insgesamt verfügt der Verein über vier Akku-Loks und eine Diesellok. Die Tandem-Lok wurde früher, so berichten die Museumskundigen, auf wichtigen Hauptstrecken im Bergbau eingesetzt, konnte an die 60 beladene Hunte ziehen – ein Kraftpaket, wenn man bedenkt, dass ein Hunt mit etwa 1 bis 1,5 Tonnen Gewicht beladen wurde.
Die Trennung von der alten Lok fiel nicht allzu schwer. Schließlich haben die Schneckensteiner die Gewissheit, sie in gute Hände abgegeben zu haben. Heiko Hirschmann, Eigentümer der Bergbau-Ausstellung in Breitenbrunn, ist nämlich ein genauso großer Fan alter Bergbautechnik wie die Schneckensteienr selbst. Er wird die Lok mit den beiden Akkus (deshalb Tandem-Lok) wieder herrichten und im Außenbereich seines Museums präsentieren.
Über 1000 Ausstellungsstücke hat er bereits zusammen getragen. Von Bergmann-Trachten über Grubenlampen bis hin zu Bohrmaschinen gibt sein Museum einen Einblick in die Bergbaugeschichte. Die nun begonnene Zusammenarbeit zwischen dem Schneckensteiner Besucherbergwerk – im Verbund mit dem Vogtländisch-Böhmischen Mineralienzentrum – und dem Museum in Breitenbrunn soll weiter ausgebaut werden.
„Nicht nur, dass wir füreinander die Werbetrommel rühren, wir wollen sogar gemeinsame Tagesprogramme anbieten, die den Besuch aller drei Einrichtungen ermöglichen“, berichtet Steffen Gerisch. Seiner Meinung nach zeigen solche Aktionen, dass es auch in der heutigen Zeit ein Miteinander statt Gegeneinander gibt. Ein unbürokratisches Miteinander gab es auch von Holz-Huster in Jägersgrün und der Straßen-. Und Tiefbau GmbH Breitenbrunn: Die beiden Unternehmen stellten für den Transport unentgeltlich ihre Technik zur Verfügung. Und genau dieses Miteinander, ist Gerisch überzeugt, bringt nicht nur die Einrichtungen, sondern auch die Regionen voran. ks
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