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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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Schnitzelkrieg: Verfahren gegen Hammerbrücker eingestellt
Hammerbrücke/Chemnitz – Wie groß können im Restaurant die Schnitzel sein? Dieser Streit zwischen dem Finanzamt Plauen und der Hammerbrücker Futterstuben-Wirtin Regina Unger und ihrem Lebensgefährten Gerhard Kaltscheuer ist am Mittwoch vor dem Amtsgericht in Chemnitz zwar nicht entschieden worden.
Doch der Prozess wegen Steuerhinterziehung gegen die beiden Wirtsleute aus Hammerbrücke wurde gegen Zahlung von je 1500 Euro eingestellt.Der beklagte Wirt erklärte zudem, dass er die gegen einen Betriebsprüfer erhobenen Vorwürfe bedauere und nicht wiederholen werde. Der Fall der beiden Wirtsleute hatte im vergangenen Jahr bundesweit für Aufsehen gesorgt. Die Staatsanwaltschaft hatte der Futterstuben-Inhaberin und ihrem 50-jährigen Lebensgefährten vorgeworfen, von 2006 bis 2008 mehr als 25 000 Euro zu wenig Steuern gezahlt zu haben. Beide sollen laut Anklage statt einiger großer Portionen – wie offiziell angegeben – mehrere kleine verkauft und damit am Fiskus vorbei Geld verdient haben.
Das Wirtspaar, das nach eigenen Angaben mit üppigen Schnitzel- und Nudelportionen um Kundschaft kämpft, bestritt die Vorwürfe. Nach Auffassung der Richterin war die Steuererklärung zwar falsch, die Forderung des Fiskus' aber zu hoch – ohne allerdings sagen zu können, um welche Beträge es sich dabei im Einzelnen handelt. Am Ende des teilweise turbulenten Prozesses einigten sich Staatsanwaltschaft, Richter und Angeklagte schließlich auf die Einstellung des Verfahrens. Die Darstellung des Wirtes seien inhaltlich nicht richtig, erklärte das Gericht. Allerdings sei die Schuld des Pärchens „nicht so groß“, sagte die Richterin.
Die Steuerschuld in Höhe von fast 26 000 Euro bleibt indes bestehen. Der „Schnitzelkrieg“ wird nun das Finanzgericht in Leipzig beschäftigen. Einer der Verteidiger der Wirtsleute hat nach eigenen Angaben vor dem Gericht gegen den Steuerbescheid des Plauener Finanzamtes Klage eingereicht. va
2011-07-01
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