Hub-Blog "Ansichtssache" jeden Samstag neu...

Herausgeber Wilfried Hub Handikap

Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.

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Schnittige Forstwirte sägen

Jägersgrün – Insgesamt elf Wettbewerber traten zum diesjährigen Berufswettbewerb der deutschen Landjugend im Bereich Forstwirtschaft in der Ausbildungsstätte Jägersgrün des Forstbezirkes Adorf an. Dachorganisation und zugleich Träger dieser alle zwei Jahre stattfindenden Leistungsvergleiche ist der gleichnamige „Berufswettbewerb der deutschen Landjugend“ in Verbindung mit dem Deutschen Bauernverband e.V.. Bevor man am gestrigen Tag zur Tat schritt, ist bereits am Montag von den Teilnehmern ein theoretischer Test abverlangt worden. Dabei ging es um Allgemeinwissen, Fachfragen waren zu beantworten und eine Präsentation in Form eines Vortrages galt es zu meistern. Thema war zum Beispiel die Funktion der sicherheitstechnischen Einrichtungen an der Motorsäge, gefragt wurde nach dem Zweck und den Bestandteilen der persönlichen Schutzausrüstung oder auch ganz einfach: Erläutern Sie die Funktion des Waldes.
Bereits in der Früh am gestrigen Morgen war Konzentration bei den Wettbewerbern des Staatsbetriebes Sachsenforst Forstbezirk Adorf und der Waldwirtschaft Jacob Wohlhausen angesagt.
Die erste Station verlangte von ihnen beim Kettenwechsel auf Zeit einiges an Fingerfertigkeit ab. Nicht immer hat das so geklappt, wie es sich der Einzelne vielleicht vorgestellt hat, aber es gab ja noch drei weitere Stationen, wo man seine Praxisfähigkeiten unter Beweis stellen und Punkte sammeln konnte. So zum Beispiel musste von jedem ein Kombinationsschnitt und ein Präzisionsschnitt gemeistert werden. Auch das Schneiden einer Fallkerbanlage stand auf dem Programm, also alles Dinge, die ein zukünftiger Mitarbeiter der Forstwirtschaft beherrschen muss. Um das Ganze noch etwas abzurunden, haben die Wettstreiter Pflanzen und Bäume bestimmen müssen was sich insofern etwas schwieriger gestaltete, da von den Laubgehölzen der Jahreszeit entsprechend nur die Knospen zu sehen waren. Unter den 15 gesuchten Gewächsen waren zum Beispiel der Schwarze Holunder, der Haselnussstrauch, Eibe, Fichte, Kiefer oder Douglasie.
Insgesamt gibt es in Sachsen 65 Auszubildende in der Leistungsgruppe Forstwirtschaft. Es ist in dieser Form der erste Vorentscheid des Berufswettbewerbs, wo sich jeweils die beiden Besten jedes Ausbildungsbetriebes für die nächste Stufe, dem Landeswettbewerb, qualifizieren.
Geschafft haben es vom Staatsbetrieb Sachsenforst Tobias Neubert mit 81,7 Punkten, der mit dieser Leistung auch Gesamtsieger wurde und Franz Gütter mit 61,4 Punkten von der Waldwirtschaft Jacob. Das Regelwerk sieht vor, dass jeweils der Beste des Ausbildungsbetriebes qualifiziert ist. In der Gesamtwertung jedoch belegten Christian Jochmann (76,4 Punkte) Platz 2 und Rang 3 erkämpfte Cornelius Junghähnel (74,8 Punkte). Auch diese beiden Auszubildenden lernen beim Staatsbetrieb Sachsenforst Forstbezirk Adorf.  jok




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