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Herausgeber Wilfried Hub Handikap

Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.

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Polizei warnt vor China-Böllern

141211 KnallerStopp am Grenzübergang - wegen Silvester: Die Bundespolizei informierte am Dienstag Autofahrer in Klingenthal über gefährliche China-Böller, die nicht aus Tschechien eingeführt werden dürfen.

Klingenthal - Polizeihauptmeisterin Angela Bräutigam und Polizeihauptkommissar Mario Speer wiesen die Insassen bei dieser Aktion auf die Gefährlichkeit von Asia-Böllern ohne amtliches Prüfkennzeichen hin. Gleichzeitig machten sie auf die Folgen aufmerksam, da die Einfuhr derartiger Feuerwerkskörper ein Verstoß gegen das Sprengstoffgesetz sei.

Je nach Art und Menge der Böller, so Mario Speer, handele es sich um eine Ordnungswidrigkeit oder auch Straftat, die in jedem Fall zur Anzeige gebracht werde und mit Geldstrafe oder Haft bis zu drei Jahren geahndet werde. Das sei natürlich ein Extremfall, aber los ist man das Knallzeug auf jeden Fall, das dann von Spezialkräften der Bundespolizei vernichtet werde.

Bisher sei das sogenannte BAM-Prüfzeichen auf den Böllern vorgeschrieben, das jetzt mehr und mehr vom CE-Prüfzeichen der EU abgelöst werde. Die EU-Vorschriften müssten allerdings in nationales Recht überführt werden, was heißt, dass es hier durchaus Unterschiede etwa zwischen deutschem und tschechischem Recht geben könne.

Die wirklich gefährlichen Böller findet man jedoch so gut wie nur auf Asia-Märkten. Vor allem Artikel wie "Color Salute" und "La Bomba" habe man in jüngster Zeit konfisziert. Die Gefährlichkeit, erläutert Speer anhand einer Liste, ergebe sich neben undefinierten Zündzeiten insbesondere durch die Menge und Detonationsstärke des Inhalts, die weit über der des üblicherweise verwendeten Schwarzpulvers liege.

So enthalte der "Sioux Warrior" beispielsweise über 60 Gramm einer hochexplosiven Substanz, bei deren unkontrollierter Explosion schnell mal die Finger weg seien. Zukünftig sei zudem vorgesehen, die Täter an den Kosten von Transport und Entsorgung zu beteiligen, was eine wirklich teure Angelegenheit sei.

Die "Schmuggler" seien meist Jungs und männliche Erwachsene bis etwa 30 Jahren. In diesem Quartal habe man bisher 1200 Böller sichergestellt - so viel wie im Vorjahr; übers Jahr gesehen gebe es jedoch mehr Verstöße. Zu diesem Thema ist in Kürze eine zweite Aktion der Polizei vorgesehen, zu der dann Flyer verteilt werden. Helmut Schlangstedt

2011-12-14




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