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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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Oelsnitz im Sperken-Himmel
Das 10. Sperkenfest in Oelsnitz ist Geschichte – von Freitag bis Sonntag steppte rund um den Marktplatz der Teppichstadt buchstäblich der Bär. Der Gewerbeverband und die Stadtverwaltung können wieder einmal die Organisation einer erfolgreichen Großveranstaltung verbuchen.
Von Hagen Hartwig
Oelsnitz – Es hat allen Spaß gemacht. Vor allem der Samstag verzeichnete einen Besucherrekord. „Wir haben bis tief in die Nacht gefeiert“, freute sich Gewerbevereinschef Dietmar Koczy. Das Drei-Tage-Programm bot für jeden Geschmack etwas. Rund um den Markplatz zogen Aktionsstände und Bühnen das Interesse der Besucher an. Präsentationen von Autohäusern, Bastelstraßen, Marktbuden und viel Kleinkunst machten das Sperkenfest zum Erlebnis. „Wir haben alle Register gezogen und staunen selbst über die Vielzahl der Angebote“, freute sich Mario Horn. Der Kommunalpolitiker vertrat die erkrankte Oberbürgermeisterin Eva-Maria Möbius und war das ganze Fest über auf den Beinen.
Größtes Zugpferd innerhalb des Sperkenfestes war wohl die Austragung des 11. vogtländischen Schalmeientreffens. Selbst Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich ließ es sich nicht nehmen, an dem lautstarken Musikspektakel teilzunehmen. „Ich war schon vor zwei Jahren einmal hier in Oelsnitz und habe die Feierlaune und Gastfreundschaft der Vogtländer in bester Erinnerung“, lobte Tillich. Bevor der erste Mann im Freistaat Sachsen in den Genuss der Schalmeienmusik kam, absolvierte er einen Rundgang über das Festgelände. Tillich nahm sich dabei viel Zeit, schwatzte mit Oelsnitzer Bürgern und staunte über die Multikulti-Vielfalt der Sperken.
Aber auch politische Themen wurden besprochen. Dem Unternehmer Edmund Meiser zollte der Ministerpräsident Anerkennung und Respekt. „Mit ihrem Metallbetrieb hier in Oelsnitz sichern sie rund 600 Vogtländern Lohn und Brot. Ihr Unternehmen ist ein wichtiger regionaler Wirtschaftsfaktor“, sagte Tillich lobend.
Lob und Anerkennung gab es auch für die 19-jährige Oelsnitzerin Lisa Hohberger. Dank ihrer sympathischen Ausstrahlung schaffte es die junge Frau zur Sperkenprinzessin 2011. Unter viel Beifall aus dem Publikum wurde Lisa in das neue Amt gewählt. Ihre beiden Mitbewerberinnen, Sabrina Beckert und Julia Miersch, gingen zwar leer aus, zeigten sich aber nicht enttäuscht. „Wir drei haben uns prima verstanden und von der ganzen Aktion persönlich profitiert“, stellte Lisa Hohberger fest. Drei Jahre lang wird Lisa nun die Amtsgeschäfte der Sperkenprinzessin führen, „ich will meine Heimatstadt dabei gut repräsentieren“, versprach die junge Frau.
2011-07-04
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