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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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Engel-Baulücke am Oelsnitzer Markt
Oelsnitz – Nach dem Abriss des Gasthauses „Goldener Engel“ am Oelsnitzer Marktplatz klafft eine unschöne Baulücke in der Häuserreihe. Das stadtbildprägende Eckgrundstück soll wieder bebaut werden.
Jetzt scheint Bewegung in das Vorhaben zu kommen. Von einer Zwangsversteigerung ist nicht mehr die Rede. „Wir stehen in intensivem Kontakt mit dem Eigentümer, der einen zweiten Eigentümer mit vertritt“, gab Kämmerin Renate Degenkolb auf Anfrage Auskunft. Die Stadt strebe an, dass der Besitzer das Grundstück wieder bebaut – nach den Vorstellungen der Kommune. Danach soll das neue Gebäude, das im Sanierungsgebiet liegt, im Erdgeschoss gewerblich genutzt werden, das erste Geschoss einer städtischen Einrichtung dienen, im zweiten – und im Dachgeschoss könnte Wohnraum eingerichtet werden.
Die Stadt hatte das ruinöse Gebäude aus dem 19. Jahrhundert im Rahmen einer Zwangsvornahme im Februar vergangenen Jahres abreißen lassen, weil Einsturzgefahr bestand. Durch die Zwangsvornahme stehen die Eigentümer mit rund 80 000 Euro bei der Stadt in der Kreide. „Die Schulden sind noch Verhandlungssache“, erklärt Frau Degenkolb. Ziel sei die „höchstmögliche Rückerstattung“.
Eine Zwangsversteigerung sieht die Finanzfachfrau als schwierig, weil noch Banken als weitere Gläubiger auf der Matte stehen. Die Angelegenheit muss noch von den Gremien des Stadtrats behandelt werden. „In ein bis zwei Monaten werden wir klarer sehen“, hofft Degenkolb. R.W.
2009-09-06
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