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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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Winterdienst in Mühlental vom Pech verfolgt
Mühlental - Winter und Witterungsunbilden sind in aller Munde. Auch in der Mühlentaler Gemeinderatssitzung am Donnerstag in Marieney schwenkte die Diskussion zu dem allgegenwärtigen Thema.
Bürgermeister Dieter Weller verspürt Bauchschmerzen beim Gedanken an den Winterdienst und seine Kosten. Im Dezember flog der Multicar des Bauhofs im Schneesturm auf der Kappel (Anhöhe zwischen Raasdorf und Tirschendorf) um „und ist heute noch kaputt“. Die Versicherung werde den Schaden ersetzen, „aber die Mühlen mahlen langsam“. Immerhin, jetzt ist der Schneeräumer fast fertig repariert. Doch für jeden Tag während der Ausfallzeit musste die Gemeinde ein Ersatzfahrzeug in Anspruch nehmen „für rund 600 Euro am Tag und das 10 bis 14 Stunden – das kostet richtig Geld“, berichtete der Bürgermeister.
Kam eine Tonne Streusalz im vergangenen Winter bei einem hiesigen Anbieter um die 70 Euro, kletterte der Preis inzwischen auf 300 Euro. „Schlimmer als die Mafia“, tönte es aus dem Gemeinderat. Doch Weller korrigierte: „Das ist der Markt.“ Er sprach sich dafür aus, auf wenig befahrenen Trassen das Salz wegzulassen. Es gebe aber auch Wege, wo man das Salz unbedingt braucht, meinte Bauhofleiter Karli Staer. Schilder wie „Schnee zu Verschenken zur Selbstabholung“ helfen da auch nicht weiter.
Weller wünscht sich beim Winterdienst, dass auch die Anlieger in die Hände spucken und zur Schaufel greifen. Jeden Weg durch die Gemeindearbeiter freizuschieben – die täglich um die 15 Stunden im Einsatz sind – bekomme man nicht geregelt. Wolfgang Doll bedauerte, dass von den Bürgern kaum einer unter den Gästen war, um sich das anzuhören. „Wir müssen mit den Problemen leben“, meinte der Bürgermeister, „irgendwann ist der Schnee weg und dann herrscht wieder Friede, Freude, Eierkuchen.“ R.W
2011-01-12
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