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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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Vor dem Abriss kommen die Investoren
Oelsnitz - Die Zukunft des Altindustriegeländes Halbmond-Brache, welches inzwischen der Kommune gehört, beschäftigte zur Sitzung des Oelsnitzer Bau- und Planungsausschusses Stadträtin Waltraut Klarner (Die Linke). „Wann werden die Gebäude abgerissen?“, wollte sie von Stadtbaumeisterin Karin Schuberth wissen.
Die Stadt will das Gelände über eine Förderung aus der Gemeinschaftsaufgabe Ost sanieren, gab Schuberth Auskunft. Einen Antrag auf Abbruch und Erschließung stellen könne man aber erst, wenn zwei bis drei Investoren ihr Interesse für eine Neuansiedlung bekunden. „Das ist im Moment nicht sichtbar“, äußerte sie.
Auf den Weg bringen will die Stadt aber eine Planung für den Ausbau der alten Werksstraße auf dem Halbmond-Gelände, welche das Werk früher mit der Brückenstraße verband – gemeint ist nicht die C.-W.-Koch-Straße. Die Alttrasse verläuft in Elsternähe. Damit soll auch die Bahnhofsgegend besser an die Innenstadt angebunden werden. Für die Planung könnte die Stadt eine Förderung des EU-Projekts „Qualist“ beantragen, das noch bis 2013 läuft. Ausgeführt werden soll der Straßenbau erst mit dem Gesamtprojekt, der Sanierung der Industriebrache. R. W
2011-04-26
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