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Herausgeber Wilfried Hub Handikap

Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.

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Neues Dorfzentrum in Saalig in der Kritik

Saalig – Der Gasthof von Saalig war am Donnerstagabend rammelvoll. Der Mühlentaler Gemeinderat tagte aus gutem Grund an ungewöhnlicher Stätte. Bürgermeister Dieter Weller hatte Benno Seeger von der Adorfer MSH-Bauplanung eingeladen, um eine Vorplanung für das neue Mehrzweckgebäude im Dorfzentrum von Saalig vorzustellen und mit den Einwohnern zu diskutieren.


Der Oelsnitzer verdeutlichte anhand von Zeichnungen erste Planungsideen. Seeger entwarf einen Pavillon in achteckiger Form, der rundum verglast ist. Für das Gebäude, das für 40 Personen ausgelegt ist, veranschlagte er um die 165 000 Euro. Einige Anwesende fragten nach einer einfacheren und damit finanziell günstigeren Variante. „Einen viereckigen Hasenstall baut man heute nimmer“, meinte dagegen Gemeinderat Wolfgang Doll.


Machbar ist das Projekt ohnehin nur, wenn es mit Fördermitteln in entsprechender Höhe untersetzt werden kann, verdeutlichte Weller. Eine völlige Eigenfinanzierung aus dem Mühlentaler Haushalt sei nicht möglich. Die Förderrichtlinien der Integrierten Ländlichen Entwicklung (ILEK), die bis 2013 gelten, geben aber derzeit den Bau eines Vereinsheims nicht her. Ein umfassendes, den Richtlinien genügendes Konzept müsse erarbeitet werden. Das wollte Einwohnerin Ute Hartung so nicht wahrhaben. Das Konzept eines Bürgerhauses sei doch schon anderorts verwirklicht worden. Das gelte es auf Saalig anzuwenden. Weller gab zu bedenken, dass in anderen Ortsteilen alte Gebäude der Gemeinde saniert wurden, in Saalig handle es sich um einen Neubau.


Wolfgang Doll schlug als Namen für das Projekt „Ländliches Begegnungszentrum“ vor, was Beifall fand. Erste Vorstellungen wurden genannt. Das Gebäude soll gesellig, für den Frauensport, von der Feuerwehr, den Vereinen und gegen Entgelt für private Feiern genutzt werden. Kritik an der Dorfstruktur wurde laut: „Saalig hat nichts.“


„Wir müssen den Saaligern irgendwie helfen“, meinte Volksvertreter Arnold Gläsl aus Marieney. „Prinzipielle Bereitschaft signalisierte Weller. Mit Gemeinderätin Andrea Zöphel aus Saalig will er sich Gedanken machen, wie ein Konzept für das „Begegnungszentrum“ aussehen könnte. In der nächsten Sitzung im November will Weller mit den Räten den Investplan bis 2014 diskutieren. Die Volksvertreter sind aufgefordert, Vorschläge einzubringen.  R.W.

 

2010-10-10




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