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Herausgeber Wilfried Hub Handikap

Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.

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Plauener neuer Geschäftsführer der Stadtwerke Oelsnitz

Oelsnitz – Der Plauener Michael Fritzsch ist neuer Geschäftsführer der Stadtwerke Oelsnitz. Der 39 Jahre alte Diplomingenieur der Elektrotechnik wurde vom Stadtrat am Mittwochabend in seiner Funktion offiziell bestellt, nachdem sich in nichtöffentlicher Sitzung die in die engere Wahl gekommenen Kandidaten vorgestellt hatten.

 

Beworben hatten sich 20 Leute für den ausgeschriebenen lukrativen Posten, der durch die Entbindung von Ger Bauer im Vorjahr frei geworden und dann amtierend von Prokuristin Ines Puhan wahrgenommen wurde. Sie wird voraussichtlich noch bis Ende des Jahres als Geschäftsführerin der Stadtwerke und der Kommunalen Holding fungieren, weil Fritzsch eine Kündigungsfrist von sieben Monaten hat. „Wir schauen, dass er zum 1. Januar seinen Dienst beginnen kann“, sagte Oberbürgermeisterin Eva-Maria Möbius. Puhan wird sich dann auf ihren Arbeitsbereich als Prokuristin konzentrieren. Die Entscheidung für den Plauener fiel einstimmig.


Michael Fritzsch arbeitet zur Zeit noch als Leiter des Projektmanagements bei der Envia Netzservice GmbH im sächsischen Freiberg und ist dort Vorgesetzter von rund 50 Leuten. Die Abwicklung von Baumaßnahmen, Jahresabschluss, die Bereiche Hoch-, Mittel- und Niederspannung sowie Liegenschaften und Dokumentation gehörten zu seinen Arbeitsfeldern, erzählte er bei einem Gespräch im Rathausfoyer.


Donnerstagmorgen musste er seinem Chef zunächst einmal reinen Wein zu seiner Berufung einschenken. Der neue Mann an der Spitze der Stadtwerke ist verheiratet und hat eine 14 Jahre alte Tochter. Studiert hat er an der Technischen Universität Dresden. Im Rahmen seines Studiums absolvierte er ein Englisch-Semester in den USA. Seit seinem Abschluss 1996 war er bei er Envia angestellt.


Bei seiner Vorstellung hinterließ er einen offenen und selbstbewussten Eindruck. Als „junger dynamischer Geschäftsführer“ wurde er in der Debatte von Stadtrat Ulrich Lupart mit (Vorschuss-)Lorbeer bedacht. Als Chef der Stadtwerke muss sich Fritzsch um ein vielfältiges Arbeitsgebiet mit rund 60 Leuten kümmern. Strom, Gas, Wärme, Bauhof, Freibad Elstergarten, Sportstätten und Hausmeister gehören zu den Aufgaben der 1993 gegründeten Stadtwerke. Als ersten Schritt nach dem Antritt in der neuen Funktion will Michael Fritzsch mit den Mitarbeitern sprechen.  R.W.

 

2010-09-23




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