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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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Neuer Bürgermeister von Muldenhammer tritt Amt an
Muldenhammer – Nachdem die Einheitsgemeinde Muldenhammer mit knapper Mehrheit Jürgen Mann aus Hammerbrücke zu ihrem ersten Bürgermeister gewählt hat, bereitet sich der neue Ortschef auf den Wechsel von seiner Elektrofirma ins Rathaus vor.
Nach Ostern wird die Verwaltung von Muldenhammer ins Herrenhaus ziehen. Jürgen Mann wird sein Amt offiziell am 1. April antreten. Die Vereidigung wird danach, während einer Gemeinderatssitzung, stattfinden. Amtsverweser Konrad Stahl wird bis dahin seinen Resturlaub nehmen. Eine gute Übergangsregelung ist für Jürgen Mann wichtig. Er hat sich ausführlich mit Konrad Stahl abgesprochen. Schon jetzt versucht der „Neue“ einen Überblick über die Aufgaben zu bekommen.
Eine wichtige Aufgabe wird es sein, die vielen Tätigkeiten von Konrad Stahl in die Verwaltung zu integrieren ohne zusätzliche Kräfte aufzubringen. Erste Schritte hat Jürgen Mann schon im Blick. Die Öffnungszeiten der Verwaltung werden verlängert. Berufstätige sollen auch samstags die Möglichkeit haben, aufs Amt zu gehen, und abends soll länger geöffnet werden.
In Morgenröthe-Rautenkranz wird es donnerstags Sprechzeiten geben und in Hammerbrücke dienstags. Außerdem will sich Jürgen Mann intensiv um die Ortsteile kümmern, um Vorurteile abzubauen. Jetzt schon hat er fast jeden Abend eine Veranstaltung auf dem Plan. Ob Feuerwehr oder Sportverein, die Leute sollen sich selbst eine Meinung bilden, wer da zum Bürgermeister gewählt wurde.
Auch in die Verwaltung will er frischen Wind bringen. Er sei über die Altersstruktur erschrocken, sagt er. Da müsse sich schnell etwas ändern. In den nächsten Jahren wird dringend jüngeres Personal gebraucht. Das das will er mittels Altersteilzeit umsetzen. Nachholebedarf sieht er auch bei der Qualifizierung der Angestellten. Jüngeres, qualifiziertes Personal soll in den nächsten fünf Jahren im Herrenhaus einziehen. Mit dem Gemeinderat gemeinsam soll so schnell als möglich der Haushaltsplan aufgestellt werden, damit die geplanten Investitionen eine solide finanzielle Basis bekommen. Es stehen große Projekte an, wie das Feuerwehrgerätehaus für Tannenbergsthal und der Außenbereich der Raumfahrtausstellung. In Gottesberg soll mit dem Straßenbau begonnen werden und in Hammerbrücke geht es um das Gewerbegebiet Rißbrücke. M. Rosenbaum
2010-03-16
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