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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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Debatte um Sozialpass in Markneukirchen
Markneukirchen – Auf Antrag der Markneukirchner CDU-Stadtratsfraktion sollen neue Eintrittspreise für das städtische Musikinstrumentenmuseum erst in der Sitzung im Dezember festgelegt werden Denn die CDU setzt sich für einen kommunalen Sozialpass ein – den es bis heute noch nicht gibt.
Demnach sollen Rentner und sozial benachteiligte Einwohner von solch einem Pass profitieren. Das Dokument berechtigt zum ermäßigten Eintritt oder freien Einlass.
Chefin hat es eilig
Ursprünglich sollten zur Stadtratssitzung am Donnerstag neue Eintrittspreise geregelt werden. Bürgermeister Andreas Jacob (CDU) stellte jedoch gleich zu Beginn den Antrag, die Beschlüsse für andere Eintrittsgelder des Museums sowie dem Gerber Hans Haus erst zur Dezembertagung zu fassen. Bis dahin sollen die Fraktionen über besagten Sozialpass befinden und Vorschläge einbringen.
Die momentane Preisstaffelung für beide Objekte gilt seit sieben Jahren und soll nun an aktuelle Begebenheiten angepasst, das Preissystem vereinfacht werden. Heidrun Eichler, Chefin des Museums, wollte dann sogleich die Chance einer kurzen Beratung nutzen und sofort nach der Vertagung den Sitzungssaal im Rathaus verlassen. Aber Chef Jacob gebot der Eile vorerst Einhalt, schließlich musste noch über neue Öffnungszeiten des Museums beraten werden. So hieß es für Heidrun Eichler sich wieder brav in den Reigen des Gremiums einzureihen.
Beschluss wird revidiert
Mit einer Stimmenthaltung (Mattthias Männel, FDP), beschloss dann die mittlerweile reine Männerriege des Stadtrates, die geschichtsträchtige Einrichtung im Januar wieder zu öffnen.
Vor drei Jahren war die Ratscrew noch der Auffassung, das es nicht lohne, im ersten Monat eines Jahres das Museum für Besucher offen zu halten. „Die Erfahrung zeigt uns jedoch, das sich diese Regelung in der Praxis nicht bewährte“, bekannte das Stadtoberhaupt übereinstimmend mit der Museumsleitung.
Somit ist ab 2010 wieder von April bis Oktober von dienstags bis sonntags zehn bis 17 Uhr geöffnet, November bis März wird eine Stunde früher dicht gemacht. Letzter Einlass für Besucher ist 14 Uhr, für lohnenswerte Führungen gelten Ausnahmen. kiwi
2009-11-22
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