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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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Mein Name ist Sperkenhoppel
Oelsnitz - Einfach durch Feld, Wald und Wiese hoppeln, ist out. Der Oelsnitzer Osterhase kam am Samstag im schicken Oldtimer zum Ostermarkt kutschiert.
Den Opel Laubfrosch chauffierte Werner Puggel, der Vorsitzende des Vogtländischen Oldtimerclubs. Vorbei ist es auch mit der abgedroschenen Phrase „Gestatten, mein Name ist Hase…“ Der Oelsnitzer Eierbringer heißt fortan Sperkenhoppel. Dieser Name fand den meisten Beifall beim Publikum. Seit dem Vormittag hatte Eva-Maria Müller von der Stadtmarketing GmbH Namensvorschläge in einer Box gesammelt, die Nachmittag gegen drei Uhr von der Jury mit Kollegin Marina Engelmann und Anett Neudel vom Ordnungsamt geöffnet und ausgewertet wurde.
Zu den Namens-Favoriten zählten auch Sperkenbunny und Flauschi, die aber beim Publikum nicht so viel Beifall fanden. Exakt 3333 Eier schmücken den Osterbrunnen. Das errieten Herr Reif und Frau Radl, welche dafür einen Reisegutschein und eine Torte eigener Wahl von Gewerbetreibenden der Stadt einheimsten. Die prächtige, wieder verwendbare Brunnendekoration kommt von der Firma Regenbogenwerbung aus Plauen. Mit einer Reihe Attraktionen lockte der Markt über den Tag immer wieder Gäste an, die an den Verkaufsständen bummelten oder es sich schmecken ließen.
Vom Publikum umlagert erhoben sich 325 Tauben vom Brieftaubensportbverein „Blitz“ aus dem Käfigexpress in den Himmel über Oelsnitz – und waren nach einer Ehrenrunde wie der Blitz in Richtung ihrer heimischen Schläge verschwunden. Am Nachmittag gaben die Fahnenschwinger des Vogtlands ein Gastspiel, danach schmetterten die Bläser der Stadtkapelle wie in alten Zeiten vom Rathausturm. „Wir sind zufrieden und die Händler auch“, zog Frau Neudel das Resümee. Der Ostermarkt im nächsten Jahr ist damit vorprogrammiert – mit Sperkenhoppel. Der flauschige Geselle arbeitet werktags auf Schloss Voigtsberg als Hausmeister. RW
2011-04-18
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